
Unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff ist vor kurzem in Osnabrück das Modellprojekt „Integrationslotsen“ gestartet worden. Darüber berichtet die niedersächsische CDU-Fraktion auf ihrer Homepage. Die Grundidee dieses Projektes ist folgende: Ehrenamtliche helfen bei sprachlicher, beruflicher und gesellschaftlicher Integration von Migrant/innen. Freiwillig Engagierte sollen als Integrationslotsen Zuwanderern und Aussiedlern bei der Orientierung in einer neuen Umgebung helfen. Sie werden für diese Lotsentätigkeit in einem u.a. von der Arbeiterwohlfahrt entwickelten Kurs vorbereitet. „Die Ehrenamtlichen nehmen hier eine wichtiger Rolle ein“, so Wulff kürzlich bei einer Tagung zu diesem Projekt in Osnabrück. „Sie helfen, das Fremdsein abzubauen und steigern die Akzeptanz unserer neuen Mitbürger in der Gesellschaft“.
Die Frage für Lippe und hier vor Ort im Extertal könnte nun lauten: Ist das Modell der Integrationslotsen auch für die Situation hier geeignet? Tätigkeitsfelder gäbe es genug. So könnten beispielsweise die Bewohner/innen der hiesigen Asylbewerberheime in Sachen Integration unterstützt werden. Reizvoll ist außerdem der Gedanke, dass Migrant/innen, die schon einige Zeit in Deutschland leben, selbst zu Lotsen für neu Zugezogene werden könnten. Sie wären dann in der Rolle von Expert/innen, die ihre Alltagserfahrung einbringen könnten. Außerdem bringen sie aufgrund ihrer eigenen Sozialisation ein Einfühlungsvermögen für die neu Zugezogenen mit, das für diese wertvoll sein kann.
Im Jahr 2004 initiierte JuKulEx-Jugendmitarbeiter Albrecht Schäffer ein Breakdance-Projekt mit deutschen und ausländischen Jugendlichen, um Integration und die Verständigung untereinander zu fördern. Höhepunkt dieses Projektes war die Präsentation einer Break-Dance-Show im Rahmen des Bösingfelder Fleckenfestes (siehe Foto).
Albrecht Schäffer, JuKulEx e.V. 05262-56566 jukulex@t-online.de