![]() |
![]() |
|
Parkplatz Volksbank (137m ü.NN.)
Vom Parkplatz der Volksbank gehen wir über die alte Almebrücke aus Bruchstein und kommen an der Wandertafel und an der Schutzhütte vorbei zur Hauptstraße. Dort gehen wir nun einige Meter Richtung Osten und kommen zur Apotheke, hinter der wir links hinunter zur Alme wandern (km 0,2). Über die kleine Brücke erreichen wir direkt am Denkmal „Alte Färbe“ die Alte Dorfstraße.
Wir folgen nun immer dem kleinen Pattweg der nun oberhalb der Extertalstraße im Wald entlang führt. Hier ist guter Gleichgewichtssinn erforderlich, weil der Weg manchmal dicht an der Steilkante entlang führt. Wir kommen nun in das nächste Seitental der Exter, überqueren auch den dortigen Bach über ein paar große Steine und steigen auf der anderen Bachseite am Wasser entlang wieder empor. Bis hierher haben wir ca. 1 Stunde Wanderzeit hinter uns. Hier sehen wir einen weiteren kleinen Wasserfall und Findlinge die verstreut im Wald liegen. Oben angekommen verlassen wir den Wald und wandern nun auf einem geteerten Wirtschaftsweg in Richtung Gut Rickbruch erstmal immer bergauf.
Gebäude und Ausstattung:
Herrenhaus, zweigeschossiger Putzbau in Form des reduzierten Reformstils mit neubarocker
Prägung, Architekt Heiderich, Paderborn, 1929.
Art der Grünanlage: Historischer Gutspark.
Entstehungs- / Entwicklungsgeschichte:
Die Kgl. Preuß. Landesaufnahme von 1896 zeigt einen Landschaftspark, der sich entlang eines kleinen Seitenbachs der Exter in Ost-West Richtung erstreckt. Am Ostende des Parks befinden sich ein Steinbruch und ein Erbbegräbnis. Unmittelbar nördlich des leicht erhöht liegenden Herrenhauses ist der Bach zu einem Teich aufgestaut. Der Park ist in weiten Teilen von einer Bruchsteinmauer eingefasst.
Heutiger Zustand / Nutzung:
Durch den Bau der Extertalstraße in den 70er Jahren wurde der Park geteilt.
Der Parkteil westlich der Schnellstraße wird durch den Teich und alten Baumbestand sowie eine weite Rasenfläche bestimmt. Die Mauer ist weitgehend erhalten. Der privat genutzte Park befindet sich in einem guten Pflegezustand.
Unterhalb der Arbeiterhäuser findet man noch Teile des Turbinengrabens mit einem Wasserrad zur Stromgewinnung. Wir folgen dem E des Extertalpfades und überqueren erneut die Schienen der Draisinenstrecke und das Flüsschen Exter (110 m ü.NN.).
Alfred Hugenberg war bürgerlicher Besitzer des Hegerhofes und von Gut Rohbraken zu dem wir bald kommen. Er ist der einzige Besitzer eines Almenaer Kolonates, der weltgeschichtliche Bedeutung erlangte. Als Vorsitzender des Direktoriums der Firma Krupp (1909-18) baute er ab 1916 den nach ihm benannten Hugenberg-Konzern auf, ein riesiger Medienkonzern mit eigenen Unternehmen im Bereich der Presse und des Film (Ufa). Der Hugenberg-Konzern setzte sich vor allem für „deutschnationale“ und „alldeutsche“ Ziele ein und beeinflusste die öffentliche Meinung in diesem Sinne. Hugenberg wurde 1919 Mitglied der Weimarer Nationalversammlung, ab 1920 des Reichstages. 1928 wurde er Vorsitzender der konservativ-radikalen Deutsch-Nationalen Volkspartei. 1929 stand er mit Hitler an der Spitze der sog. Nationalen Opposition. 1933 war er 5 Monate Reichswirtschafts- und Ernährungsminister. Er trat zurück, verlor große Teile seines Medienkonzerns an die NSDAP, konnte sein Privatvermögen aber behalten. Nach dem Krieg wurde er verhaftet, jedoch nie verurteilt. 1951 starb er auf Gut Rohbraken und ist auch dort beerdigt.
Der Weg beschreibt eine Rechtskurve, nach einiger Zeit zweigt links ansteigend der Extertalpfad ab, Hier gehen wir auf dem Teerweg noch ein Stück weiter geradeaus (120m ü.NN.)
und kommen oberhalb des großen Stauteiches in einer scharfen Linkskurve zum Erbbegräbnis der Familien Adickes und Hugenberg.
Am Ende des Waldes wartet ein überdachter Rastplatz auf uns, dann am Feld entlang. Hier haben wir einen schönen Ausblick auf die Porta Westfalica mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal.
Wer aber die komplette Strecke erwandern will, geht oben am Ende des Schnadtweges kurz rechts auf die Straße „Almenaer Berg“, verlässt diese aber gleich wieder nach links und wandert weiter bergauf.
Im Rücken das Panorama des Weserberglandes erreichen wir den „Nüllbergweg“ (199m ü.NN.), den wir überqueren und geradeaus weiter wandern. Vor der Hofeinfahrt biegen wir links auf einen Fußweg, um in die Nähe des Ausflugslokals „Haus Breiding“ auf 214m ü.NN. zu kommen.
Wir können oberhalb des Lokals nach rechts in den Wald gehen und nach ca. 200m auf einem Pattweg bergab den unteren Waldrand erreichen. Hier bietet sich ein schöner Ausblick auf das Tal der Alme und das Almenaer Nachbardorf Lassbruch.
Wir folgen dem Waldrand in südöstlicher Richtung, durchqueren den Steinbruch (181m ü.NN.), haben immer noch den schönen Blick über das Tal und kommen schließlich zu dem schön gelegenen Lokal „Haus Breiding“ (205m ü.NN.).
Vom Panoramawintergarten genießt man bei jedem Wetter den herrlichen Blick auf das Tal der Alme bis Malmershaupt und die sich anschließenden Höhen, über die der Rundwanderweg A1 „südliches Almena“ führt.
Vom Lokal aus folgen wir in östlicher Richtung dem Zufahrtsweg. Nach ca. 500m biegen wir scharf rechts ab (193m ü.NN.) und kommen bergab schließlich auf einem schmalen Fußweg links an einem Hof vorbei (188m ü.NN.) zu einer Asphaltstraße (182m ü.NN.). Dort bergab und links vor den Häusern über einen Fußweg. Wir folgen dem Weg zum Fernsehturm. Dort weiter bergan und oben rechts. Über den Weg „Auf der Meinde“ gelangen wir zur Straße „Almenaer Berg“ überqueren diese, und folgen dem schräg gegenüber liegenden „Tannenweg“ bis ans Ende. Dort über den Fußweg links und dann rechts zum Wald. Am Ende dieses Weges beginnt das Freizeitgelände „Rosenberg“.
Hier findet man zahlreiche Ameisenhügel. Über viele Stufen geht es 10m steil bergab zur Festwiese am Rosenberg.
Das Bistum Würzburg war für die Christianisierung unserer Heimat um 800 nach Christus zuständig. Sie erbaute für den Osterburg-Gau, zu der das Gebiet unseres Dorfes gehörte eine Pfarrkirche in Exten bei Rinteln. Länger als 400 Jahre gehörte auch Almena zu dieser Urkirche.
Im 12. Jahrhundert wurden mit der Großen Rodung die Hofstellen Almena und Nalhof zu Dörfern, der Meierberg wurde urbar gemacht. Almena gehörte damals den Grafen von Sternberg, die die Rechtsnachfolge der Osterburg-Grafen angetreten hatten. In ihnen kann man die Stifter unserer Kirche sehen. Leider gibt es keine mittelalterlichen Urkunden über die Pfarrei Almena mehr, erst 1510 wird sie erwähnt. Man kann die Entstehung aber aufgrund vieler Hinweise auf das Jahr 1200 schätzen. Sie ist wie alle Kirchen des Mittelalters als Wehrkirche in Ost-West-Richtung erbaut. Bis zur Reformation unterstand der Priester (Plebanus) dem Bischof von Minden. Bis 1780 wurden alle Toten hier rund um die Kirche begraben. Wie die Einführung des römischen Glaubens, so kam auch die Hinwendung zum Evangelium für Almena von Außen. Der regierende Graf Simon V. zur Lippe war bis zu seinem Tod ein treuer Sohn der katholischen Kirche. Nach seinem Tod erzwang der regierende Landgraf von Hessen die Einführung der Reformation in Lippe. 1538 war Lippe lutherisches Land. Ohne Widerstand vollzog sich der Wechsel der über 300 Jahre geltende katholische Ordnung zur lutherischen Reformation. 1605 wurde die Einführung des reformierten Glaubens vom Grafen Simon VI. befohlen.
Auf der anderen Seite der Kirchstraße, befindet sich etwas oberhalb der Kirche das gelbe Daniel-Schäfer-Gemeindehaus der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Almena.
Wir gehen die Kirchstraße nun nach unten und sehen auf der rechten Seite das alte historische Feuerwehrhaus von 1907, damals „Sprützenhaus“ genannt.
Hier befindet sich heute immer noch die historische von Pferden gezogenen Handspritze, die bei Umzügen durch das Dorf von der Feuerwehr mitgeführt wird.
Wir erreichen nun bequem die „Hauptstraße“ (138m ü.NN.).
Nur ein paar Meter weiter die Hauptstraße entlang befindet sich das griechische Restaurant „Akropolis“ im Haus Almena.